Herzlich Willkommen!

In diesem Jahr wurde die Deutsch-Indonesische Gesellschaft Leipzig e.V. gegründet und im Beisein zahlreicher Prominenz fand im GRASSI-Museum in Leipzig die Gründungsfeierlichkeit statt.

 

Ich möchte Sie als Präsident dieser Gesellschaft auf diese Gesellschaft aufmerksam machen, die neben konkreten Projekten im Bereich der Kunst, des internationalen Rechts, der Kultur und wohltätige Zwecke auch ein Anliegen hat, nämlich die Förderung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit.

 

Die bilateralen wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Mitteldeutschland und Indonesien zu fördern, ist das Anliegen unserer Firmenmitglieder, das unterstützt wird von der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig und der Leipziger Messe.

 

 
Über uns

 

Begrüßungsansprache

des Präsidenten der Deutsch-Indonesischen Gesellschaft Leipzig e.V.,

Dr. Gerd Rohde

anlässlich der Gründungsfeier der DIG Leipzig e.V.

„Exzellenz,

liebe Ehrengäste, sehr geehrte Damen und Herren, liebe Freunde!

Heute feiern wir die im Frühjahr gegründete Deutsch-Indonesische Gesellschaft mit dem spontanen Zuspruch vieler Gründungsmitglieder aus allen Lebensbereichen, Firmen, gestandener Akademiker und vor allen Dingen den Zustoß vieler junger interessierter Menschen: es ist die erste Deutsch-Indonesische Gesellschaft in den neuen Bundesländern und dass diese Gesellschaft gerade in Leipzig gegründet wurde ist nicht Zufall, sondern entspricht der langjährigen Tradition der Freundschaft zwischen Leipzig und Indonesien, was hier verkörpert wird und worüber ich mich besonders freue, über die Teilnahme des Leipzigers Helmut Kindler, der von 1954 - 1957 Handelsrat der DDR in Jakarta war.

Herzliche Grüße bat mich heute telefonisch der Präsident der Deutsch-Arabischen Gesellschaft, Herr Scholl-Latour, auszurichten. Er wäre heute gerne gekommen, doch weilt er wieder einmal im Ausland.

Über die Leipziger Tradition als Handelsstadt hinaus wird hinsichtlich der wissenschaftlichen Indonesienkunde Prof. Krause den Festvortrag halten.

Ziel unserer Gesellschaft ist es, das Bewusstsein der Leipziger wieder auf die große Bedeutung Indonesiens zu lenken und den Meinungsaustausch hin und her zu fördern, über das traurige Ereignis des Tsunami und der großen Anteilnahme der Leipziger und ihre großartige Hilfe, Not zu mindern, hinaus.

1. Indonesien ist ein Land der Superlative:

Es ist der Staat mit dem größten Anteil der Muslime in der Welt, aber nicht der größte

islamische Staat im engeren Sinne, da Staatsziel stets die Toleranz gegenüber allen Religionen ist. Es ist die drittgrößte Demokratie der Welt nach Indien und den USA. Es ist mit fast 240 Millionen Einwohnern der viertgrößte Staat der Welt.

Das alles machen wir uns heute bewusst, wollen mit unserer Gesellschaft in den nächsten

Jahren dies durch konkrete Arbeit auch deutlich machen:

2. Wir bauen eine Brücke i n Indonesien.

Vermittelt durch meinen Freund und Ehrenpräsident der Rechtsanwaltskammer Sachsen,

Dr. Kröber, haben wir Verbindung zur Friedrich-Naumann-Stiftung in Jakarta aufgenommen, die dort seit 1971 tätig ist. Konkret fördern wir das Projekt der Bundesregierung „Law Made in Germany“, um den bilateralen Austausch der Wissenschaftler und die Umsetzung in der Wirtschaft und der Bevölkerung beider Staaten zu unterstützen.

Herr Kollege Prof. Ebert, unser Gründungsmitglied, nimmt sich federführend dieser

wichtigen Aufgabe an. Ziel ist jedoch nicht nur der wissenschaftliche Austausch, sondern eine weitere Insel der zahlreichen Inseln der Herzen in Indonesien zu gründen, damit nicht nur das Verständnis in Deutschland für Indonesien, sondern an einem genau bezeichneten Projekt das Verständnis in Indonesien für Deutschland zu fördern und wir hoffen dadurch, eine indonesische Partnergruppe in Jakarta ins Leben zu rufen.

3. Wir machen unsere Gemeinsamkeiten in der Kultur deutlich.

Konkret geht es um den indonesischen Mitbürger Raden Saleh, dessen 200. Geburtstag

wir 2011 oder 2013 feiern, der von 1839 - 1844 die deutsche Malerei in Dresden studierte und danach bis 1852 und dann wiederum 1875 - 1878 in sächsischen Gefilden, genauer in Sachsen Coburg-Gotha weilte.

Wir wollen eine Ausstellung in Leipzig organisieren und haben als Kurator unser Gründungsmitglied Andreas J. Mueller zusammen mit dem Fotomuseum Mölkau dazu gewonnen. Gleichzeitig soll an Deutsche erinnert werden, dass neute noch deutsche Künstler Einfluss in Indonesien haben.

 

4. Wir sind caritativ tätig.

In unserer Gesellschaft integriert ist die Organisation SUBATO, vertreten durch unser

Gründungsmitglied Frau Dr. Janett Scholz, die in der oberen Wandelhalle einen informativen Stand organisiert hat und gerne Fragen beantwortet. Bis zur Integration in der Gesellschaft durch unsere Hilfspersonen in Indonesien können wir als gemeinnütziger Verein Kindern helfen.

5. Durch die enge Zusammenarbeit mit dem Orientalischen Institut in Leipzig haben wir

eine wissenschaftliche Grundlage und können konkrete wissenschaftliche Projekte unterstützen, wie die Restaurierung alter Schriften aus Java, über die in der oberen Wandelhalle ein kleiner Stand informiert. Wir sind sicher, dass wir genügend Sponsoren für dieses Projekt finden. Heute sagte beim Eintrag des Botschafters in das Goldene Buch der Stadt Leipzig unser Oberbürgermeister Burkhard Jung seine konkrete Unterstützung zu.

6. Wir fördern die bilateralen wirtschaftlichen Beziehungen. Gründungsmitglieder unserer

Gesellschaft sind bereits einige Firmen der Region und unterstützen uns für das wirtschaftliche Verständnis der Beziehungen beider Staaten. Anfang Juni begrüßten wir bei der Industrie- und Handelskammer zu Leipzig eine Delegation aus West-Java, knüpften Kontakte an und bleiben dort im Gespräch.

Zum Schluss noch einmal ein großes Danke an das GRASSI-Museum, uns in ihre Räume einzuladen, doch glaube ich nicht, dass es nur ein schneller Entschluss war, sondern auch für das GRASSI-Museum eine große Freude, unsere Gesellschaft in ihren Räumen zu empfangen und mit Stolz die wunderschöne, altehrwürdige, und vielfältigere Indonesische Ausstellung des Museums präsentieren zu können.

 

 


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